Beschreibung
Felsentee (Yancha) zeichnet sich durch seinen reichhaltigen, vielschichtigen Geschmack aus. Durch die Kombination von mineralischen Noten, blumigen Nuancen und oft leichten Röstaromen entsteht ein unverwechselbarer Tee, der sowohl Tee-Neulinge als auch erfahrene Teetrinker:innen anspricht. Yancha ist außerdem dafür bekannt, sich für mehrere Aufgüsse zu eignen, wobei jeder Aufguss unterschiedliche Geschmacksnuancen zu Tage fördert. Dieser Teetyp wird häufig von Kenner:innen geschätzt, die den facettenreichen und langanhaltenden Nachgeschmack als einmalig empfinden.
Geografische Details und Terroir
Das chinesische Wuyi-Gebirge, ein UNESCO-Welterbe, bietet eine einzigartige Umgebung mit schroffen Felsen und dichtem Nebel, der ein ideales Mikroklima für den Tee-Anbau schafft. Die durchlässigen, mineralreichen Böden verbessern die hochqualitativen Eigenschaften dieses begehrten Tees erheblich. Die steilen Berghänge sind schwer zugänglich, was handverlesene Ernteverfahren erfordert und zur Exklusivität des Felsentees beiträgt.
Geschichtliche Hintergründe
Der Ursprung des Felsentees geht auf die Tang-Dynastie (618–907 n. Chr.) zurück und wurde in der späteren Ming-Dynastie (1368–1644 n. Chr.) verfeinert. Der Tee wurde als Teil der Zeremonien am Kaiserhof gefeiert. Legenden erzählen von Kaisern und Gelehrten, die vom einzigartigen Geschmack des Yancha fasziniert waren, was seine jahrhundertelange Beliebtheit erklärt.
Spannende Fakten
- Die fünf berühmtesten Yancha-Sorten werden als die "fünf großen Wuyi-Felsentees" bezeichnet, wobei der Da Hong Pao (大红袍), was übersetzt "Große Rote Robe" bedeutet, weltweit bekannt ist.
- Der Anbau im schwer erreichbaren Wuyi-Gebirge erfordern viel Handarbeit, was diese Tees sehr exklusiv und kostspielig macht.
- Ein traditioneller Wuyi-Felsentee wird oft in kleinen Schalen serviert, um die geschmacklichen Nuancen bei mehreren Aufgüssen vollständig zu erfassen.
